Dorotheenstädtischer Friedhof Berlin
Der Dorotheenstädtische Friedhof in Berlin-Mitte ist Berlins berühmtester Künstler- und Gelehrtenfriedhof — hier ruhen Hegel, Fichte, Schinkel, Bertolt Brecht und Heiner Müller. Seit 1770 Begräbnisstätte, ist er heute zugleich ein denkmalgeschützter Ort der Stadtgeschichte. Diese Seite ordnet Geschichte und Bedeutung ein und erklärt, was bei einer Bestattung gilt.
- Erste Beisetzung1770
- Trägerevangelische Kirchengemeinden (konfessionell)
- LageBerlin-Mitte, Chausseestraße
- Statusin Betrieb (u. a. Ehrengräber des Landes Berlin)
- Denkmalschutzseit 1993 in Gesamtheit
- BesonderheitKünstler- und Gelehrtenfriedhof
Geschichte
Das Gelände vor dem Oranienburger Tor — außerhalb der damaligen Berliner Akzisemauer — stellte Friedrich der Große als Ersatz für die innerstädtischen Begräbnisplätze zur Verfügung. Genutzt wurde der Friedhof gemeinsam von der Dorotheenstädtischen und der Friedrichswerderschen Kirchengemeinde (daher der vollständige Name „Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden“). Die erste Beisetzung fand 1770 statt.
In den ersten Jahren diente er vor allem der ärmeren Bevölkerung. Das änderte sich, weil im Umfeld die Wirkungsstätten zahlreicher Gelehrter und Künstler lagen — die Akademie der Künste und der Wissenschaften, die Singakademie, die Bauakademie und die Berliner Universität. So wurde der Friedhof nach und nach zur letzten Ruhestätte vieler bedeutender Persönlichkeiten.
1993 wurde der Friedhof in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz gestellt; seither konnten viele historische Gräber denkmalpflegerisch instand gesetzt werden.
Bekannte Grabstätten
Der Dorotheenstädtische Friedhof gilt als einer der bedeutendsten Künstler- und Gelehrtenfriedhöfe Deutschlands. Zu den hier bestatteten Persönlichkeiten zählen unter anderem:
- Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) — Philosoph des Deutschen Idealismus.
- Johann Gottlieb Fichte (1762–1814) — Philosoph.
- Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) — Architekt und Baumeister Preußens.
- Bertolt Brecht (1898–1956) und Helene Weigel (1900–1971) — Dramatiker und Schauspielerin.
- Heinrich Mann (1871–1950) — Schriftsteller.
- Heiner Müller (1929–1995) — Dramatiker.
Brechts letztes Wohnhaus liegt direkt neben dem Friedhof; viele Gräber sind als Ehrengräber des Landes Berlin gekennzeichnet.
Bestattung und Gebühren
Der Dorotheenstädtische Friedhof ist ein konfessioneller (evangelischer) Friedhof — er rechnet nach der eigenen Gebührenordnung der evangelischen Kirchengemeinden ab, nicht nach der landeseigenen Berliner Gebührenordnung. Die Konditionen erfragst du am besten direkt beim zuständigen evangelischen Friedhofsverband. Einen Überblick über das Berliner Friedhofssystem (landeseigen, konfessionell, jüdisch) findest du auf unserer Seite Friedhöfe in Berlin.
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- Geschichte & Träger: Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte, Dorotheenstadt I — Kurzporträt
- Überblick & Denkmalschutz: Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden
Wir ordnen den Friedhof historisch und praktisch ein und verweisen für Gebühren auf den kirchlichen Träger — keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Gebührenordnung der evangelischen Kirchengemeinden und die Auskünfte des Friedhofsverbands. Stand der Seite: Juni 2026. Mehr zu unserer Methodik.