Waldfriedhof München
Der Waldfriedhof in München-Hadern wurde 1907 nach Plänen des Stadtbaurats Hans Grässel eröffnet und gilt als der erste Waldfriedhof Deutschlands — ein in den bestehenden Wald eingebetteter Friedhof, der das Friedhofswesen weit über München hinaus prägte. Mit seinem neueren Teil ist er heute die größte Friedhofsanlage Münchens. Diese Seite ordnet Geschichte und Bedeutung ein und erklärt, was bei einer Bestattung gilt.
- Eröffnet1907 (alter Teil)
- Größerund 161 Hektar (mit neuem Teil), Münchens größte Anlage
- TrägerStadt München (Eigenbetrieb FBM)
- Statusin Betrieb — Bestattungen weiterhin möglich
- LageMünchen-Hadern
- Besonderheiterster Waldfriedhof Deutschlands (Hans Grässel), Baudenkmal
Das Waldfriedhof-Modell von Hans Grässel
Stadtbaurat Hans Grässel (1860–1939) prägte um die Jahrhundertwende mehrere große Münchner Friedhöfe. Mit dem Waldfriedhof schuf er ab 1907 einen neuen Friedhofstyp: Statt streng geometrischer Gräberfelder bettete er die Grabstätten in einen bestehenden Wald ein — zwischen Kiefern und Eichen, entlang geschwungener Wege. Dieser Ansatz gilt als der erste Waldfriedhof Deutschlands und wurde wegweisend für Friedhofsgestaltungen in ganz Europa.
Der Friedhof wird bis heute von der Stadt München getragen (Eigenbetrieb Friedhöfe und Bestattung München, FBM). Er ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen und Teil eines Landschaftsschutzgebiets — Begräbnisstätte und parkartiger Waldraum zugleich.
Größe und Bedeutung heute
Zum ursprünglichen alten Teil kam später ein neuer Teil hinzu; zusammen umfasst der Waldfriedhof rund 161 Hektar mit Platz für mehrere zehntausend Grabstätten. Damit ist er die größte Friedhofsanlage Münchens und einer der größten Friedhöfe Deutschlands. Der alte Teil mit seinem dichten Baumbestand und den historischen Grabmälern zählt zu den bekanntesten Friedhofsanlagen der Stadt.
Bekannte Grabstätten
Auf dem Waldfriedhof liegen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten begraben. Gut dokumentiert sind unter anderem:
- Frank Wedekind (1864–1918) — Dramatiker.
- Max Reger (1873–1916) — Komponist.
- Werner Heisenberg (1901–1976) — Physiker und Nobelpreisträger.
- Lena Christ (1881–1920) — Schriftstellerin.
- Hans Grässel (1860–1939) — der Architekt des Waldfriedhofs, hier in seinem eigenen Werk bestattet.
Die genaue Lage einzelner Gräber (Abteilung und Grabnummer) erteilt die Friedhofsverwaltung der Stadt München; vor Ort und online gibt es Übersichtspläne.
Bestattung und Gebühren
Als städtischer Friedhof rechnet der Waldfriedhof nach der Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt München ab — denselben Gebühren wie die übrigen städtischen Münchner Friedhöfe. Welche Grabarten es gibt und was sie kosten, ist also nicht waldfriedhof-spezifisch, sondern stadtweit geregelt. Einen Überblick über das Münchner System und die Primärquelle zur Satzung findest du auf unserer Seite Friedhöfe in München. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der beauftragte Bestatter.
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- Friedhof & Verwaltung: Landeshauptstadt München, Waldfriedhof und Waldfriedhof, Alter Teil
Wir ordnen den Waldfriedhof historisch und praktisch ein und verweisen für Gebühren auf die amtliche Satzung der Landeshauptstadt München — keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Friedhofsgebührensatzung und die Auskünfte der Friedhofsverwaltung. Stand der Seite: Juni 2026. Mehr zu unserer Methodik.