Vier große Friedhöfe an der Helmstedter Straße in unmittelbarer Nachbarschaft – Hauptfriedhof, Stadtfriedhof, Jüdischer Friedhof und Katholischer Friedhof –, der historische Magnifriedhof in der Innenstadt mit dem Grab Lessings und die Welfengruft im Dom St. Blasii: Bestattungsangelegenheiten in Braunschweig spielen sich auf einer ungewöhnlich dichten Friedhofstopografie ab. Diese Seite bündelt Friedhofsporträts, Gebühren, Ämterwege und das Verfahren bei einer Sozialbestattung.
Redaktion: Marie-Therese Bollweg · redaktionell recherchiert, nicht extern fachlich geprüft · Stand: 9. Juni 2026
Bestattungsrecht in Braunschweig – das Wichtigste in Kürze
In Braunschweig gilt das Niedersächsische Bestattungsgesetz (BestattG) vom 08.12.2005, zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.02.2022 (Nds. GVBl. Nr. 8/2022, in Kraft seit 02.03.2022). Nach § 9 Abs. 2 BestattG sollen Leichen innerhalb von acht Tagen seit Eintritt des Todes bestattet oder eingeäschert sein; Urnen sollen innerhalb eines Monats nach der Einäscherung beigesetzt werden. Eine Bestattung darf nach § 9 Abs. 1 zudem erst nach Ablauf von 48 Stunden seit dem Todeseintritt erfolgen. Ausnahmen lässt die untere Gesundheitsbehörde nur aus wichtigem Grund zu.
Nach § 11 Abs. 1 BestattG sind Erdbestattungen nur in geschlossenen, feuchtigkeitshemmenden Särgen und nur auf Friedhöfen zulässig. Die untere Gesundheitsbehörde kann Ausnahmen von der Sargpflicht zulassen, wenn in der zu bestattenden Person ein wichtiger Grund vorliegt und ein öffentlicher Belang nicht entgegensteht. Auf dieser Grundlage existiert in Braunschweig das muslimische Gräberfeld in Abteilung 83 des Hauptfriedhofs.
Die Bestattungspflicht ergibt sich aus § 8 Abs. 3 BestattG. In folgender Rangfolge haben für die Bestattung zu sorgen: Ehegattin oder Ehegatte beziehungsweise eingetragene Lebenspartnerin oder Lebenspartner, Kinder, Enkelkinder, Eltern, Großeltern, Geschwister. Sorgt niemand für die Bestattung, veranlasst nach § 8 Abs. 4 die Gemeinde des Sterbe- oder Auffindungsorts die Bestattung; die vorrangig Bestattungspflichtigen haften als Gesamtschuldner für die Kosten. Wer mittellos ist, wendet sich an das Sozialamt – dazu unten mehr.
Bestattungsrecht ausführlich
Vollständige Übersicht aller Fristen, Sargpflicht-Ausnahmen, Bestattungsarten und Friedhofszwang in Niedersachsen finden sich auf der Seite Bestattung in Niedersachsen.
Friedhöfe in Braunschweig
Braunschweig hat eine ungewöhnliche Friedhofstopografie: An der Helmstedter Straße im Stadtteil Östliches Ringgebiet liegen vier große Friedhöfe in einem zusammenhängenden Strang – der evangelische Hauptfriedhof, der kommunale Stadtfriedhof, der Jüdische Friedhof und der Katholische Friedhof. Dazu kommt der historische Dom- und St. Magnifriedhof in der Innenstadt mit dem Grab Lessings sowie die Welfengruft im Dom St. Blasii. Die folgenden Porträts behandeln diese sechs Orte.
Hauptfriedhof Braunschweig
Helmstedter Straße 38, 38126 Braunschweig1887 als Centralfriedhof eröffnetrund 43 Hektar
Der Hauptfriedhof an der Helmstedter Straße wurde am 1. Oktober 1887 als „Centralfriedhof" eingeweiht und ersetzte die bis dahin zersplitterten innerstädtischen Kirchhöfe der evangelischen Gemeinden, die im Zuge der Stadterweiterung an Grenzen stießen – beim Katharinenfriedhof war die Überfüllung schon Anfang der 1870er Jahre absehbar. Träger ist der Evangelisch-lutherische Propsteiverband Braunschweiger Land. Mit rund 43 Hektar zählt der Hauptfriedhof nach Angabe der Friedhofsverwaltung zu den größten kirchlichen Friedhöfen Deutschlands.
Die Friedhofskapelle wurde nach Plänen des Stadtbaumeisters Ludwig Winter errichtet, der selbst hier bestattet ist; das Eingangsgebäude in seiner heutigen Form stammt aus dem Jahr 1976. Seit November 1954 ist der Hauptfriedhof mit der Straßenbahn erreichbar. Auf dem Gelände befinden sich mehrere militärische Ehrenfriedhöfe mit Kriegsgräbern aus beiden Weltkriegen sowie ein Museum für historische Grabmale.
Stille Geschichte: Hermann Blumenau und Brasilien
Der 1819 in Hasselfelde geborene Apotheker und Botaniker Hermann Blumenau gründete 1850 in Südbrasilien die nach ihm benannte Stadt und wurde nach seinem Tod 1899 zunächst in Braunschweig bestattet. Am 20. Juni 1974 wurden seine Gebeine exhumiert und nach Brasilien überführt, wo ihm in Blumenau ein Mausoleum errichtet wurde – ein seltener Fall einer transatlantischen Umbettung aus einem deutschen Stadtfriedhof.
„Lili Marleen" – Norbert Schultzes ambivalentes Erbe
Norbert Schultze (1911–2002), in Braunschweig geboren, war Komponist des Soldatenliedes „Lili Marleen", dessen Aufnahme mit Lale Andersen 1939 zunächst kaum Beachtung fand, ab 1941 jedoch über den Soldatensender Belgrad zum Welterfolg auf beiden Seiten der Front wurde. Schultze war seit 1933 NSDAP-Mitglied, komponierte propagandistische Filmmusiken („Bomben auf Engelland", „U-Boote westwärts!", „Kolberg") und stand 1944 auf der von Hitler und Goebbels geführten Gottbegnadeten-Liste der unentbehrlichen Künstler. Nach 1945 wurde er auf die Schwarze Liste der Alliierten gesetzt und durfte zunächst nicht öffentlich auftreten; in der Bundesrepublik gelang ihm ab den 1950er Jahren eine zweite Karriere mit Schlagern, Operetten und Filmmusik. Er liegt auf dem Hauptfriedhof seiner Heimatstadt.
Auf dem Hauptfriedhof ruhen unter anderem:
Heinrich Büssing (1843–1929), Industrieller, Gründer der Büssing-Lastwagenwerke
Richard Dedekind (1831–1916), Mathematiker (Zahlentheorie, Dedekind-Schnitt)
Constantin Uhde (1836–1905), Architekturhistoriker
Stadtfriedhof Braunschweig
Helmstedter Straße 39, 38126 Braunschweig1914 angelegt (Erweiterung 1969)kommunaler Friedhof in Trägerschaft der Stadt Braunschweig
Der Stadtfriedhof liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum evangelischen Hauptfriedhof, getrennt durch den Jüdischen Friedhof, und ist der konfessionell ungebundene kommunale Friedhof der Stadt. Angelegt wurde er 1914, eine größere Erweiterung folgte 1969. Träger ist die Stadt Braunschweig, der Fachbereich Stadtgrün und Sport. Der Friedhof steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen – unabhängig von Konfession oder Religionszugehörigkeit – und ist damit für viele Angehörige die naheliegende Wahl, wenn keine kirchliche Bindung besteht. Anlaufstelle für Beisetzungen und Grabverwaltung ist die städtische Friedhofsverwaltung.
Angeboten werden Reihen- und Wahlgrabstätten für Erd- und Urnenbestattungen, anonyme Urnengemeinschaftsanlagen sowie Baumbestattungen. Die Gebühren ergeben sich aus der Friedhofsgebührensatzung der Stadt Braunschweig, die regelmäßig fortgeschrieben wird; Beträge können beim Fachbereich erfragt werden.
Auf dem Stadtfriedhof befindet sich auch das Rieseberg-Mahnmal: Seit dem 6. Juli 1958 erinnert es an die elf Opfer der Rieseberg-Morde von 1933, als SA-Männer aus Braunschweig elf Gewerkschafter und Sozialdemokraten am Riesebergmoor ermordeten. Das Denkmal wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Stadt Braunschweig getragen.
Friedenspfad und konfessionsübergreifender Verbund
Der Stadtfriedhof ist Teil des seit 2001 angelegten Friedenspfades, der die Friedhöfe an der Helmstedter Straße verbindet und an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert. Der Pfad führt vom Katholischen Friedhof über den Jüdischen Friedhof und den Stadtfriedhof zum Hauptfriedhof und macht die räumliche Konzentration konfessionell unterschiedlicher Friedhofsträger zu einem zusammenhängenden Erinnerungsraum.
Jüdischer Friedhof Helmstedter Straße
Helmstedter Straße, 38126 Braunschweig1914 eingeweihtTräger: Jüdische Gemeinde Braunschweig
Zwischen Hauptfriedhof und Stadtfriedhof liegt der Jüdische Friedhof an der Helmstedter Straße, eingeweiht 1914 in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Braunschweig. Er löste den älteren jüdischen Friedhof am Hamburger Tor ab. Die Trauerhalle entwarf 1914 der Stadtbaumeister Georg Lübke; sie steht heute unter Denkmalschutz und ist im Niedersächsischen Denkmalatlas verzeichnet. Auf dem Gelände befinden sich rund 260 erhaltene Grabsteine, die teils aus dem Vorgängerfriedhof ab 1904 übertragen wurden.
Schoa-Denkmal von 1958
Auf dem Friedhof steht ein Holocaust-Mahnmal, das am 16. November 1958 zur Erinnerung an die in der Schoa ermordeten Mitglieder der Braunschweiger jüdischen Gemeinde eingeweiht wurde. Die jüdische Gemeinde Braunschweigs, vor 1933 mit rund 1.300 Mitgliedern eine der größten in Niedersachsen, wurde durch Deportation und Mord nahezu vollständig vernichtet; nach 1945 baute eine kleine Gemeinde unter Überlebenden den Friedhof als Erinnerungsort wieder auf.
Der Friedhof ist eine der vier kontinuierlich genutzten Bestattungsstätten in dem Friedhofsstrang an der Helmstedter Straße und damit zentral für die Bestattungsgeschichte Braunschweigs. Für Beisetzungen und Besuche ist die Jüdische Gemeinde Braunschweig zuständig; Zugang außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist nach Voranmeldung möglich.
Dom- und St. Magnifriedhof
An der Stadthalle 1 / Gerstäckerstraße, 38100 Braunschweigangelegt im 18. Jahrhundert, regulär geschlossen 1887, 2020 als Stadtteilfriedhof reaktiviert
Der Magnifriedhof in der Altewiek ist der einzige der im 18. Jahrhundert vor den damaligen Stadttoren angelegten innerstädtischen Begräbnisplätze, auf dem heute wieder bestattet wird. In dieser Phase – beginnend Mitte des 18. Jahrhunderts – verlegte Braunschweig seine Kirchhöfe sukzessive vor die Stadtmauern; aus dieser Zeit stammen der Domfriedhof und der direkt anschließende St. Magnifriedhof, die heute eine zusammenhängende Anlage bilden und im Volksmund als „Magnifriedhof" bezeichnet werden. Mit Eröffnung des Hauptfriedhofs wurde der Magnifriedhof 1887 für reguläre Bestattungen geschlossen; 2020 wurde die Funktion als Stadtteilfriedhof wieder aktiviert, seitdem sind dort Urnenbeisetzungen an Einzelbäumen und an einer Urnenwand möglich.
Lessings verschollenes Grab
Gotthold Ephraim Lessing wurde 1781 auf dem Magnifriedhof beigesetzt – allerdings ging die genaue Grabstelle binnen weniger Jahrzehnte verloren. Anfang des 19. Jahrhunderts galt sein Grab als verschollen. Erst 1833 fand der Historiker Carl Schiller, später erster Direktor des Städtischen Museums Braunschweig, die Grabstelle wieder. Das heute sichtbare Grabmal aus Saubsdorfer Marmor aus Schlesien wurde nachträglich errichtet und trägt eine Bronzeplakette mit dem Porträt des Dichters.
Ende der 1950er Jahre wurden die Gräber der drei großen Braunschweiger Verlegerfamilien – Campe, Vieweg und Westermann – auf den Magnifriedhof umgebettet, der dadurch zu einer Art Verleger-Pantheon der Stadt wurde. Die Kapelle am nordöstlichen Rand des Domfriedhofs dient heute als griechisch-orthodoxe Kirche, dem Heiligen Demetrios geweiht.
Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), Dichter, Verfasser von „Nathan der Weise"
Joachim Heinrich Campe (1746–1818), Pädagoge, Sprachforscher, Verleger
Friedrich Vieweg (1761–1835), Verleger naturwissenschaftlicher Literatur
Georg Westermann (1810–1879), Verleger (Atlanten, Schöne Literatur)
Peter Joseph Krahe (1758–1840), Baumeister des Wallrings
Friedrich Gerstäcker (1816–1872), Reiseschriftsteller
Johann Joachim Eschenburg (1743–1820), erster vollständiger deutscher Shakespeare-Übersetzer
Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer (1812–1878), Optikfabrikant
Georg Howaldt (1802–1864), Erzgießer (Lessingdenkmal)
Der Katholische Friedhof an der Helmstedter Straße östlich des evangelischen Hauptfriedhofs wurde am 1. November 1901 geweiht und ist in Trägerschaft der römisch-katholischen Pfarrgemeinde St. Aegidien. Initiator war der Dechant Karl Grube, der ein etwa 3,5 Hektar großes Gelände östlich des Brodwegs erwarb; durch mehrere Erweiterungen ist der Friedhof heute 8,47 Hektar groß. Damals lag das Areal noch außerhalb der Stadtgrenzen im Landkreis Braunschweig – erst die Stadterweiterung von 1934 brachte es auf städtisches Gebiet.
Die heutige Auferstehungskapelle entstand 1973/74 nach einem Neubau anstelle der zu klein gewordenen alten Friedhofskapelle; sie bietet 165 Trauergästen Platz und wurde am 16. Mai 1974 geweiht. Im Jahr 2000 erhielt sie ein farbiges Giebelfenster des Diakons und Kirchenkünstlers Claus Kilian. Die alte Friedhofskapelle von 1901 wurde 2001 zur Friedenskapelle umgewidmet und beherbergt seitdem die Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft des Vereins „Braunschweiger Friedhöfe e.V."
Der Friedenspfad – ein Friedhof als Lehrpfad
Mit der Umwidmung der alten Kapelle im Jahr 2001 wurde ein Friedenspfad angelegt, der die Friedhöfe an der Helmstedter Straße verbindet. Auf dem Katholischen Friedhof selbst befinden sich Kriegsgräber des Zweiten Weltkriegs und Gedenkanlagen für ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in Braunschweig umkamen, sowie Gräber von Sinti-Familien mit Erinnerungstafel. Die Pfarrgemeinde St. Aegidien und der Verein „Braunschweiger Friedhöfe e.V." sind primäre Ansprechpartner für Detailangaben zu den Gedenkanlagen.
Welfengruft und Krypta im Dom St. Blasii
Burgplatz 1, 38100 BraunschweigStiftung 117321 Särge in der Krypta
Die Welfengruft im Braunschweiger Dom ist kein Friedhof im klassischen Sinn, gehört aber zur Bestattungsgeschichte der Stadt: Der Dom St. Blasii wurde 1173 von Heinrich dem Löwen als Kollegiatsstiftskirche und Memoria gestiftet und als Grablege für ihn selbst und seine zweite Gemahlin Mathilde von England bestimmt. Mathilde starb 1189, Heinrich 1195 – beide wurden im noch nicht vollendeten Dom beigesetzt. Das gemeinsame Grabmal aus Muschelkalk im Mittelschiff wurde um 1230/1250 vom Sohn in Auftrag gegeben und gilt als Hauptwerk mittelalterlicher Steinplastik.
Die NS-Welfengruft – eine ideologische Inszenierung
Die heute separate kleine Welfengruft Heinrichs des Löwen ist nicht mittelalterlich, sondern wurde erst zwischen 1935 und 1937 unter den Nationalsozialisten von der eigentlichen Krypta aus über eine kurze Treppe erschlossen und mit eigenen Sarkophagen ausgestattet. In ihr stehen die Särge Heinrichs, Mathildes und in einem gemeinsamen Sarkophag drei Brunoninnen und Brunonen, darunter Heinrichs Urgroßmutter Gräfin Gertrud. Die Inszenierung war Teil des NS-Versuchs, Braunschweig als „Stadt Heinrichs des Löwen" propagandistisch aufzuladen.
Die romanische Unterkirche – die eigentliche Krypta mit 21 Särgen – ist der älteste Teil des Doms und diente vom 17. bis ins 19. Jahrhundert als Grablege der welfischen Fürsten der braunschweigischen Linie. Hier steht auch der restaurierte Sarg Friedrich Wilhelms, des „Schwarzen Herzogs", der 1815 bei Quatre-Bras kurz vor Waterloo fiel. Auch Kaiser Otto IV. (gest. 1218), der Sohn Heinrichs des Löwen, ist im Dom bestattet.
Bestattungskosten in Braunschweig
Die Kosten einer Bestattung in Braunschweig setzen sich aus drei Blöcken zusammen: Friedhofsgebühren (öffentlich-rechtlich, satzungsgebunden), Bestatterleistungen (privatwirtschaftlich, verhandelbar) und Drittkosten (Steinmetz, Trauerfeier, Blumen, Traueranzeige). Bei einer Feuerbestattung kommt zusätzlich die Krematoriumsgebühr hinzu. Drei Friedhofsträger nebeneinander – Propsteiverband, Stadt, katholische Kirche – führen in Braunschweig zu einer Konkurrenzsituation, die Vergleichsmöglichkeiten schafft.
Friedhofsgebühren auf dem Hauptfriedhof (Auswahl)
Gebühren laut Friedhofs- und Gebührenordnung des Propsteiverbandes Braunschweiger Land, Fassung 01.03.2022. Satzungsgebühren sind festgesetzt; Beträge können sich seither geändert haben – aktuelle Werte direkt bei der Friedhofsverwaltung erfragen.
Leistung
Gebühr
Urnenwahlgrabstätte (Erwerb, 20 Jahre Nutzungsrecht)
795 €
Fertigung Urnengruft inkl. Beisetzung
100 €
Verwaltungsgebühren je Beisetzung
32,90 €
Erdwahlgrab (Einzelgrab, 25 Jahre Nutzungsrecht)
1.582,90 €
Urnengemeinschaftsanlage mit Stele (20 Jahre, nicht verlängerbar)
auf Anfrage
Zusätzlich zur Friedhofsgebühr fällt bei jeder Feuerbestattung eine Krematoriumsgebühr an. In Braunschweig selbst gibt es kein eigenes Krematorium; Einäscherungen erfolgen in der Regel in benachbarten Krematorien (etwa Salzgitter-Lebenstedt, Wolfenbüttel oder Hannover-Stadtfriedhof Engesohde). Erfahrungswerte für die reine Einäscherungsgebühr liegen je nach Krematorium und Aufkommen bei etwa 200 bis 350 € pro Einäscherung; die genauen Tarife sind direkt beim jeweiligen Krematorium oder über den Bestatter zu erfragen.
Spannen variieren stark nach Sarg, Trauerfeier-Umfang, Grabart und Steinmetzleistungen. Verbraucherzentralen empfehlen, vor Auftragserteilung schriftliche Kostenvoranschläge von mindestens zwei Bestattern einzuholen.
Was kostet die Bestattung konkret? Berechne deinen Kostenrahmen mit anonymer Eingabe in zwei Minuten: → Bestattungskosten-Rechner. Vergleicht Erd-, Feuer- und Seebestattung mit aktuellen Friedhofsgebühren und Bestatterleistungen.
Hast Du schon ein konkretes Angebot oder eine Rechnung? Mit dem → Angebotsprüfer prüfst Du in 3 Minuten mit Ampel, ob Preis und Posten plausibel sind.
Sozialbestattung in Braunschweig
Reicht der Nachlass nicht aus und ist auch den Bestattungspflichtigen die Kostentragung nicht zuzumuten, übernimmt der Sozialhilfeträger nach § 74 SGB XII die erforderlichen Kosten einer einfachen, ortsüblichen Bestattung. In Braunschweig ist dafür der Fachbereich Soziales und Gesundheit der Stadt zuständig.
Wer ist bestattungspflichtig?
Nach § 8 Abs. 3 BestattG Niedersachsen haben in folgender Rangfolge für die Bestattung zu sorgen: Ehegattin/Ehegatte beziehungsweise eingetragene Lebenspartnerin/Lebenspartner, Kinder, Enkelkinder, Eltern, Großeltern, Geschwister. Sorgt niemand für die Bestattung, veranlasst nach § 8 Abs. 4 die Gemeinde die Bestattung; die vorrangig Verpflichteten haften als Gesamtschuldner. Die Bestattungspflicht nach öffentlichem Recht besteht unabhängig davon, ob die Person Erbe ist oder das Erbe ausschlägt — das Bundessozialgericht hat in seinem Urteil B 8 SO 20/10 R vom 25.08.2011 klargestellt, dass auch Erbausschlagende Anspruch auf Kostenübernahme nach § 74 SGB XII haben können, sofern sie bestattungspflichtig sind und die Belastung unzumutbar ist.
Zuständige Stelle in Braunschweig
Stadt Braunschweig, Fachbereich Soziales und Gesundheit, Besondere Einzelfallhilfen (50.34), Naumburgstraße 25, 38124 Braunschweig. Antragsformulare sind montags, mittwochs und freitags von 9:00 bis 12:30 Uhr in der Infothek erhältlich; die Beantragung ist auch online über das Serviceportal der Stadt Braunschweig möglich. Zuständigkeit nach § 98 SGB XII: war die verstorbene Person Sozialhilfeempfängerin, bleibt der bisherige Träger zuständig, sonst der Träger am Sterbeort.
Was wird übernommen — und was nicht?
Übernommen werden die erforderlichen Kosten einer würdigen, einfachen Bestattung nach Maßstab unterer und mittlerer Einkommen: einfacher Sarg oder Urne, Überführung im Stadtgebiet, Friedhofsgebühren für eine einfache Grabstelle, schlichte Trauerfeier, einfache Grabkennzeichnung. Die übernahmefähige Größenordnung bewegt sich in Niedersachsen erfahrungsgemäß bei rund 3.000 bis 4.500 €; verbindlich sind die Vereinbarungen der Stadt mit den Braunschweiger Bestattern.
Nicht übernommen werden Mehrkosten für gehobene Sarg- oder Urnenausstattung, aufwändige Trauerfeiern, Blumenschmuck über das Übliche hinaus, Traueranzeigen, Trauerdruck, Bewirtung, Grabstein und Grabpflege sowie Überführungen ins Ausland. Übernommen werden nur Kosten, die nicht aus dem Nachlass oder aus Versicherungsleistungen (Sterbegeld, Lebensversicherung) gedeckt sind — diese sind vorrangig einzusetzen.
Antrag möglichst vor Auftragserteilung
Der Antrag soll grundsätzlich vor Beauftragung des Bestatters gestellt werden, mindestens aber muss der Bestatter ausdrücklich auf den geplanten Antrag hingewiesen werden. Nur so ist sichergestellt, dass nach den Stadt-Vereinbarungen abgerechnet werden kann; Mehrkosten müssen sonst von den Antragstellenden selbst getragen werden. Eine rückwirkende Übernahme ist nach gefestigter Rechtsprechung zwar nicht ausgeschlossen, in der Praxis aber riskant: Rechnungen, die das ortsübliche Maß übersteigen, werden gekürzt. Beizulegen sind Sterbeurkunde, Kontoauszüge der letzten drei Monate (Verstorbene und Antragsteller), Vermögens- und Einkommensnachweise, Versicherungsnachweise sowie alle Bestattungsrechnungen.
Hinweis: Bei nachträglich bekannt werdendem Nachlass oder Versicherungsleistungen kann die Stadt übernommene Kosten zurückfordern. Wer das Erbe ausgeschlagen hat, bleibt bestattungspflichtig nach § 8 BestattG, kann aber gleichwohl Anspruch auf Kostenübernahme nach § 74 SGB XII haben (BSG B 8 SO 20/10 R).
Vorsorge-Tipp gegen Sozialbestattung: Eine Sterbegeldversicherung deckt die Bestattungskosten ab, damit Angehörige nicht in die § 74-Lage geraten. Vergleichsrechner für Tarife und Versicherungssummen: → Sterbegeldversicherung vergleichen (Check24). Hinweis: machsruhig verlinkt diesen Vergleich als Affiliate, der dabei verdiente Anteil finanziert die Redaktion — ohne Mehrkosten für Dich.
Was nach einem Todesfall in Braunschweig zu tun ist
1. Ärztliche Leichenschau und Totenbescheinigung
Innerhalb weniger Stunden nach dem Tod ist eine ärztliche Leichenschau zu veranlassen (§ 3 BestattG). Im Krankenhaus oder Pflegeheim geschieht das durch den diensthabenden Arzt; zu Hause wird der Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) gerufen. Die Todesbescheinigung in fünf Durchschlägen ist Grundlage für alle weiteren Schritte.
2. Bestatter beauftragen
Der Bestatter überführt die verstorbene Person, übernimmt die Anmeldung beim Standesamt und meist auch die Friedhofsanmeldung. Wichtig: Vor Auftragserteilung empfiehlt sich ein schriftlicher Kostenvoranschlag mit Aufschlüsselung der einzelnen Leistungen. Wer eine Sozialbestattung beantragen will, muss den Bestatter zwingend vor Auftragserteilung darauf hinweisen.
3. Sterbefall beim Standesamt anmelden
Die Anmeldung erfolgt innerhalb von drei Werktagen nach Todeseintritt beim Standesamt Braunschweig (Bürgeramt, Standesamt, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig). In der Regel übernimmt diesen Termin der Bestatter. Erforderlich sind unter anderem Personenstandsurkunden (Geburtsurkunde, ggf. Heiratsurkunde, Sterbeurkunde verstorbener Ehepartner), Personalausweis und Todesbescheinigung.
4. Friedhof auswählen und Termin abstimmen
Je nach Konfession und Wohngebiet kommen Hauptfriedhof (evangelisch), Stadtfriedhof (kommunal), Jüdischer Friedhof, Katholischer Friedhof, Magnifriedhof oder einer der zahlreichen Ortsteilfriedhöfe in Frage. Anlaufstelle für den Hauptfriedhof ist die Friedhofsverwaltung an der Helmstedter Straße 38, für den Stadtfriedhof die Stadt Braunschweig.
5. Versicherungen, Banken, Behörden informieren
Lebensversicherer, Rentenversicherung, Krankenkasse, Bank, Vermieter und Versorger sind innerhalb der jeweiligen Fristen zu informieren. Sterbeurkunden in mehrfacher Ausfertigung beim Standesamt mitbestellen (üblicherweise fünf Exemplare).
Bestatter in Braunschweig – worauf achten?
In Braunschweig gibt es rund zwei Dutzend Bestattungsunternehmen, von alteingesessenen Familienbetrieben bis hin zu Filialen überregionaler Anbieter. Verbindliche Qualitätsindikatoren sind:
Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) oder im Verbund Deutscher Bestatter – freiwillige Selbstverpflichtungen zu Mindeststandards.
Zertifizierung „Geprüfter Bestatter" oder „Bestattermeister" – nachgewiesene Qualifikation, seit 2003 anerkannter Ausbildungsberuf.
Transparente schriftliche Kostenvoranschläge mit Aufschlüsselung in Bestatter-, Friedhofs- und Drittkosten.
Vorhandensein eigener Räumlichkeiten für Aufbahrung und Abschiednahme.
Stadt-Vereinbarung für Sozialbestattungen – die Stadt Braunschweig hat mit lokalen Bestattern Vereinbarungen über die Kosten einer einfachen ortsüblichen Bestattung.
Empfehlenswert ist, Kostenvoranschläge von zwei bis drei Anbietern einzuholen. Verbraucherzentralen und Aeternitas e.V. raten dazu, sich nicht in der akuten Trauerphase zu entscheiden – soweit die Bestattungsfrist es zulässt.
Häufige Fragen zur Bestattung in Braunschweig
Wie lange darf man in Niedersachsen mit der Bestattung warten?
Nach § 9 Abs. 2 BestattG Niedersachsen sollen Leichen innerhalb von acht Tagen seit Eintritt des Todes bestattet oder eingeäschert worden sein. Urnen sollen innerhalb eines Monats nach der Einäscherung beigesetzt werden. Vor Ablauf von 48 Stunden seit dem Todeseintritt darf zudem nach § 9 Abs. 1 nicht bestattet werden. Ausnahmen lässt die untere Gesundheitsbehörde nur aus wichtigem Grund zu.
Was kostet eine einfache Urnenbestattung auf dem Hauptfriedhof Braunschweig?
Die reinen Friedhofsgebühren betragen rund 928 € (Urnenwahlgrabstätte 795 € + Fertigung Urnengruft inkl. Beisetzung 100 € + Verwaltungsgebühren 32,90 €). Hinzu kommen die Krematoriumsgebühr von erfahrungsgemäß etwa 200 bis 350 € sowie Bestatter- und Drittkosten – realistische Gesamtkosten bei der schlichtesten Variante liegen bei etwa 1.800 €. Stand: Gebührenordnung Propsteiverband Braunschweiger Land, Fassung 01.03.2022.
Wer übernimmt die Bestattungskosten, wenn niemand zahlen kann?
Wenn weder Nachlass noch Bestattungspflichtige die Kosten aufbringen können, übernimmt das Sozialamt der Stadt Braunschweig nach § 74 SGB XII die erforderlichen Kosten einer einfachen ortsüblichen Bestattung. Die übernahmefähige Größenordnung liegt in Niedersachsen erfahrungsgemäß bei etwa 3.000 bis 4.500 €. Wichtig: Der Bestatter muss vor Auftragserteilung über den geplanten Antrag informiert werden.
Ist eine Bestattung ohne Sarg in Braunschweig möglich?
Grundsätzlich gilt nach § 11 Abs. 1 BestattG Sargpflicht. Die untere Gesundheitsbehörde kann Ausnahmen von der Sargpflicht zulassen, wenn in der zu bestattenden Person ein wichtiger Grund vorliegt und ein öffentlicher Belang nicht entgegensteht. Auf dem Hauptfriedhof Braunschweig ist in Abteilung 83 (muslimisches Gräberfeld) die Bestattung im Leichentuch möglich.
Wo ist Heinrich der Löwe begraben?
Heinrich der Löwe und seine zweite Frau Mathilde von England sind im Braunschweiger Dom St. Blasii beigesetzt. Das gemeinsame Grabmal aus Muschelkalk im Mittelschiff stammt aus der Zeit um 1230/1250. Die separate kleine Welfengruft mit den Sarkophagen wurde erst zwischen 1935 und 1937 unter den Nationalsozialisten angelegt.
Kann man auf dem Magnifriedhof in der Innenstadt noch bestattet werden?
Ja. Der Magnifriedhof wurde 2020 als Stadtteilfriedhof reaktiviert. Möglich sind Urnenbeisetzungen an Einzelbäumen sowie an einer Urnenwand; Erdbestattungen sind für Gemeindemitglieder der Magni-Gemeinde noch möglich. Träger sind die Stiftung Domkirche St. Blasius und die St.-Magni-Gemeinde.
Welcher Friedhof in Braunschweig hat die niedrigste Konfessionshürde?
Der städtische Stadtfriedhof an der Helmstedter Straße ist konfessionell ungebunden und steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Auch der Hauptfriedhof und der Katholische Friedhof nehmen Bestattungen ohne strenge Konfessionsprüfung an, sind aber kirchliche Träger mit eigenen Friedhofsordnungen.
Niedersachsen-weite Übersicht und andere Städte
Vollständige Übersicht zum Bestattungsrecht in Niedersachsen – mit allen Paragrafen, Fristen, Bestattungsarten und Friedhofszwang – auf der Seite Bestattung in Niedersachsen. Weitere Stadt-Porträts in Niedersachsen: Bestattung in Hannover · Bestattung in Göttingen · Bestattung in Osnabrück.
Bestatter-Wahl in Braunschweig — Qualitätskriterien
Eine gesetzliche Pflicht zur Beauftragung eines bestimmten Bestatters besteht nicht. Wer eine Bestattung in Braunschweig organisiert, kann frei wählen — und sollte das auch nutzen, weil die Preisspannen zwischen Bestattungsunternehmen erheblich sind. Sechs Kriterien helfen bei der Auswahl:
Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) bzw. im Landesverband Niedersachsen — Mitglieder verpflichten sich auf Berufsbild, Mindestleistungsverzeichnis und Verbraucherinformation. Mitgliedersuche mit Ortsfilter Braunschweig auf bestatter.de.
RAL-Gütezeichen Bestattungsinstitut — jährlich überprüfte Anforderungen an Räumlichkeiten, Verfahren und Hygiene. Verleihende Stelle: Markenverband / RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung.
Transparente Preisliste mit Aufschlüsselung nach Pflichtleistungen, Wahlleistungen und Drittkosten (Friedhof, Krematorium, Drittanbieter). Mündliche Schätzungen ohne schriftlichen Kostenvoranschlag sind ein Warnsignal.
Schriftlicher Kostenvoranschlag vor Auftragserteilung — Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest empfehlen mindestens drei Angebote zum Vergleich der Einzelposten (Sarg/Urne, Versorgung, Transport, Trauerhalle, Trauerdruck), nicht nur des Gesamtpreises.
Erfahrung mit Sonderformen: muslimische, jüdische, freie oder konfessionelle Trauerfeiern, Auslandsüberführung, Wald- oder Seebestattung. Frage explizit nach Referenzen — gerade bei religiösen Bestattungen sind Abstimmung mit Gemeinde und Friedhofsverwaltung kritisch.
Vorsorgevertrag: Wer zu Lebzeiten Vorsorge treffen möchte, kann mit dem Bestatter einen Vorsorgevertrag mit treuhänderischer Hinterlegung des Bestattungsbeitrags vereinbaren — der Vorsorge-Check hilft bei der Strukturierung.
Tipp: Notiere Dir vor dem ersten Bestatter-Gespräch die wichtigsten Eckdaten (gewünschte Bestattungsart, Friedhof, Trauerfeier-Wünsche, Budget-Rahmen). Das macht den Vergleich der Angebote belastbarer und schützt vor Aufschlägen für Leistungen, die nicht benötigt werden. Alle Bestattungsformen im Überblick: Bestattungsarten; Kosten-Korridor: Bestattungskosten in Deutschland.
Unverbindliche Anfrage an einen Bestatter in Braunschweig
Diese Anfrage ist ein Vermittlungsangebot und unabhängig vom Transparenz-Partner-Status. Transparenz Partner legen ihre Preisstruktur nach öffentlichen Kriterien offen; Vermittlungspartner können Anfragen erhalten. Ein Bestatter kann beides sein, muss es aber nicht.
Wenn in Deiner Region ein passender Vermittlungspartner verfügbar ist, leiten wir Deine Anfrage weiter. Falls nicht, sagen wir Dir das offen. Es entsteht kein Vertrag, kein Newsletter und kein Verkaufsdruck. Eine mögliche Vermittlungsvergütung betrifft nur weitergeleitete Anfragen — nicht die Aufnahme als Transparenz Partner, nicht die Sichtbarkeit und nicht die Reihenfolge im Verzeichnis.
Wichtig zur Einordnung
Transparenz Partner legt Preisbeispiele nach öffentlichen Kriterien offen — kostenlos, nicht käuflich, kein Qualitätsurteil.
Vermittlungspartner kann auf Wunsch eine Anfrage erhalten — eine Vergütung kann nur hier entstehen.
Redaktionelle Inhalte bleiben unabhängig — kein Anbieter kann Platzierungen oder Empfehlungen kaufen.
Quellen
Niedersächsisches Bestattungsgesetz (BestattG), Fassung vom 08.12.2005, zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.02.2022 (Nds. GVBl. Nr. 8/2022), hrsg. vom Nds. Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.