Nordfriedhof Düsseldorf
Der Nordfriedhof in Düsseldorf-Derendorf wurde 1884 eröffnet und ist mit fast 70 Hektar der größte Friedhof der Stadt. Bekannt ist er für seine neugotische Kapelle, den Millionenhügel mit den Gräbern Düsseldorfer Industriellenfamilien und den angeschlossenen jüdischen Friedhof an der Ulmenstraße. Diese Seite ordnet Geschichte und Bedeutung ein und erklärt, was bei einer Bestattung gilt.
- Eröffnet1. Mai 1884
- Größefast 70 Hektar (rund 50.000 Grabstellen)
- TrägerStadt Düsseldorf (Garten-, Friedhofs- und Forstamt)
- Statusin Betrieb — Bestattungen weiterhin möglich
- LageDüsseldorf-Derendorf
- Besonderheitgrößter Friedhof Düsseldorfs; gesamte Anlage unter Gartendenkmalschutz
Geschichte: vom Tannenwäldchen zum Nordfriedhof
1882 schrieben die Düsseldorfer Stadtverordneten einen Ideenwettbewerb für einen neuen Friedhof hinter dem Tannenwäldchen aus; den Zuschlag erhielt der Entwurf von Eduard Hoppe. Am 1. Mai 1884 wurde der Friedhof eröffnet. Die neugotische Kapelle und Leichenhalle — entworfen vom Düsseldorfer Stadtbaumeister Eberhard Westhofen — kamen 1887 hinzu. Seinen heutigen Namen erhielt er 1904, als mit dem Südfriedhof in Bilk ein zweiter großer städtischer Friedhof entstand.
Heute umfasst der Nordfriedhof rund 50.000 Grabstellen mit über 200.000 Bestatteten und ist damit der größte Friedhof Düsseldorfs. Um die historische Struktur zu erhalten, steht die gesamte Anlage unter Gartendenkmalschutz; der rund 21 Hektar große alte Friedhofsteil mit der neugotischen Kapelle steht seit 1987 zusätzlich unter Baudenkmalschutz.
Der Millionenhügel
Rund um die Kapelle und auf den Feldern 61 bis 64 liegt der sogenannte Millionenhügel — eine dichte Folge aufwendiger Grabmäler und Mausoleen Düsseldorfer Industriellen- und Kaufmannsfamilien aus der Gründerzeit. Er spiegelt die Bedeutung Düsseldorfs als Wirtschaftsmetropole jener Jahre und macht den Nordfriedhof zugleich zu einem Freilicht-Schaufenster der Grabmalkunst.
Der jüdische Friedhof an der Ulmenstraße
Direkt am Nordfriedhof liegt der neue jüdische Friedhof an der Ulmenstraße (angelegt 1922), getragen von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf; der ältere jüdische Friedhof an der Ulmenstraße (belegt 1877–1922) liegt benachbart. Hier ruhen unter anderem die Dichterin Rose Ausländer und Paul Spiegel, der frühere Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland; erhalten ist auch der Grabstein einer Großmutter Heinrich Heines.
Bekannte Grabstätten
Auf dem Nordfriedhof liegen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten begraben. Gut dokumentiert sind unter anderem:
- Andreas Achenbach (1815–1910) und Oswald Achenbach (1827–1905) — Maler der Düsseldorfer Schule und Ehrenbürger.
- Rudolf Amelunxen (1888–1969) — erster Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
- Rose Ausländer (1901–1988) und Paul Spiegel (1937–2006) — auf dem jüdischen Friedhof an der Ulmenstraße.
Die genaue Lage einzelner Gräber (Feld und Grabnummer) erteilt die Friedhofsverwaltung der Stadt Düsseldorf; vor Ort und online gibt es Übersichtspläne.
Bestattung und Gebühren
Als städtischer Friedhof rechnet der Nordfriedhof nach der Friedhofsgebührensatzung der Stadt Düsseldorf ab — denselben Gebühren wie die übrigen städtischen Düsseldorfer Friedhöfe. Welche Grabarten es gibt und was sie kosten, ist also nicht nordfriedhof-spezifisch, sondern stadtweit geregelt. Einen Überblick über das Düsseldorfer System und die Primärquelle zur Satzung findest du auf unserer Seite Friedhöfe in Düsseldorf. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der beauftragte Bestatter.
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- Friedhof & Geschichte: Landeshauptstadt Düsseldorf, Nordfriedhof (Garten-, Friedhofs- und Forstamt)
- Jüdischer Friedhof & Ehrengräber: Landeshauptstadt Düsseldorf, Jüdischer Friedhof / Ehrengräber
Wir ordnen den Nordfriedhof historisch und praktisch ein und verweisen für Gebühren auf die amtliche Satzung der Stadt Düsseldorf — keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Friedhofsgebührensatzung und die Auskünfte der Friedhofsverwaltung. Stand der Seite: Juni 2026. Mehr zu unserer Methodik.