Hauptfriedhof Frankfurt
Der Hauptfriedhof in Frankfurt-Nordend wurde 1828 eröffnet und ist mit rund 70 Hektar der größte Friedhof der Stadt. Bekannt ist er für sein klassizistisches Eingangsportal mit Gruftenhalle, das der Frankfurter Baumeister Friedrich Rumpf schuf, und für die Gräber zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. Diese Seite ordnet Geschichte und Bedeutung ein und erklärt, was bei einer Bestattung gilt.
- Eröffnet1. Juli 1828
- Größerund 70 Hektar (ursprünglich rund 6 ha)
- TrägerStadt Frankfurt am Main (Grünflächenamt)
- Statusin Betrieb — Bestattungen weiterhin möglich
- LageFrankfurt-Nordend, Eckenheimer Landstraße
- Besonderheitklassizistisches Portal & Gruftenhalle (Friedrich Rumpf), zahlreiche denkmalgeschützte Grabmäler
Geschichte: der klassizistische Hauptfriedhof
Der Hauptfriedhof wurde 1828 eröffnet, als die innerstädtischen Begräbnisplätze nicht mehr ausreichten. Aus den ursprünglich rund 6 Hektar wuchs er durch zahlreiche Erweiterungen auf rund 70 Hektar und ist heute der größte Friedhof Frankfurts.
Sein architektonisches Wahrzeichen ist das klassizistische Eingangsportal mit dorischen Säulen und der dahinter in der Blickachse liegenden, arkadenartigen Gruftenhalle — geschaffen um 1828 nach Plänen des Frankfurter Baumeisters Friedrich Rumpf. Das klassizistische Portal, die Gruftenhalle und zahlreiche Grabmäler stehen unter Denkmalschutz; alte Alleen, Mausoleen und historische Grabmäler prägen die Anlage.
Der angrenzende jüdische Friedhofskomplex
An den Hauptfriedhof grenzen die jüdischen Friedhöfe der Jüdischen Gemeinde Frankfurt — eigenständige Friedhöfe in eigener Trägerschaft, nicht Teil des städtischen Hauptfriedhofs. Bis heute genutzt wird der Neue Jüdische Friedhof an der Eckenheimer Landstraße (eröffnet 1928/29); der ältere jüdische Friedhof an der Rat-Beil-Straße (ab 1828) ist weitgehend geschlossen — mit nur noch vereinzelten Beisetzungen in bestehenden Familiengräbern. Zusammen bilden Hauptfriedhof und angrenzende jüdische Friedhöfe einen der größten Friedhofskomplexe Deutschlands. Hier liegen — auf den jüdischen Friedhöfen, nicht auf dem Hauptfriedhof — etwa Mitglieder der Familie Rothschild und der Nobelpreisträger Paul Ehrlich begraben.
Bekannte Grabstätten
Auf dem Hauptfriedhof liegen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten begraben. Gut dokumentiert sind unter anderem:
- Arthur Schopenhauer (1788–1860) — Philosoph.
- Theodor W. Adorno (1903–1969) — Philosoph und Soziologe.
- Alois Alzheimer (1864–1915) — Nervenarzt, nach dem die Alzheimer-Krankheit benannt ist.
Die genaue Lage einzelner Gräber (Gewann und Grabnummer) erteilt die Friedhofsverwaltung der Stadt Frankfurt; vor Ort und online gibt es Übersichtspläne.
Bestattung und Gebühren
Als städtischer Friedhof rechnet der Hauptfriedhof nach den Friedhofs- und Bestattungsgebühren der Stadt Frankfurt am Main ab — denselben Gebühren wie die übrigen städtischen Frankfurter Friedhöfe. Welche Grabarten es gibt und was sie kosten, ist also nicht hauptfriedhof-spezifisch, sondern stadtweit geregelt. Einen Überblick über das Frankfurter System und die Primärquelle zur Satzung findest du auf unserer Seite Friedhöfe in Frankfurt. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der beauftragte Bestatter.
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- Friedhof & Verwaltung: Stadt Frankfurt am Main, Hauptfriedhof (Grünflächenamt)
- Bekannte Gräber: Stadt Frankfurt am Main, Gräber bekannter Persönlichkeiten
Wir ordnen den Hauptfriedhof historisch und praktisch ein und verweisen für Gebühren auf die amtlichen Ordnungen der Stadt Frankfurt am Main — keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Friedhofs- und Bestattungsgebühren und die Auskünfte der Friedhofsverwaltung. Stand der Seite: Juni 2026. Mehr zu unserer Methodik.