Friedhöfe in Potsdam

Potsdam hat 15 städtische Friedhöfe, getragen von der Stadt Potsdam, darunter den großen Neuen Friedhof. Dazu kommen mit dem jüdischen Friedhof am Pfingstberg und dem kirchlichen Bornstedter Friedhof zwei Begräbnisstätten von Weltrang. Diese Seite erklärt zuerst, wie das Potsdamer Friedhofswesen funktioniert (wer trägt welchen Friedhof — und was das für Kosten und Wahl bedeutet), und zeigt danach die bedeutenden Friedhöfe und eine Übersicht.

Städtische Friedhöfe: gemeinsame Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt Potsdam · von machsruhig geprüft am 25.06.2026

Wie Potsdams Friedhofswesen funktioniert

Wer in Potsdam eine Bestattung plant, trifft auf mehrere Träger-Arten — mit Folgen für Kosten, Wahl und Ablauf:

  • Städtische Friedhöfe (Stadt Potsdam): 15 Friedhöfe, verwaltet von der Friedhofsabteilung der Stadtverwaltung. Für sie gilt eine gemeinsame Friedhofsgebührensatzung — die Gebühren sind dadurch einheitlich und vergleichbar. Als städtische Friedhöfe stehen sie grundsätzlich allen offen.
  • Konfessionelle Friedhöfe (evangelisch/katholisch): Kirchhöfe in Trägerschaft von Kirchengemeinden — darunter der bekannte Bornstedter Friedhof (Evangelische Kirchengemeinde Bornstedt), der als Teil der Kulturlandschaft Berlin-Potsdam zum UNESCO-Welterbe gehört. Hier gelten eigene Ordnungen und Gebühren.
  • Jüdischer Friedhof: der jüdische Friedhof am Pfingstberg (angelegt 1743, der größte und am besten erhaltene jüdische Friedhof Brandenburgs, seit 1999 UNESCO-Welterbe). Er ist die einzige aktive jüdische Begräbnisstätte Brandenburgs — im historischen Kern fand die letzte Beisetzung 2003 statt, im jüngeren, seit den 1990er-Jahren belegten Teil wird weiter bestattet (Erweiterung 2023 beschlossen). Getragen von der Jüdischen Gemeinde.
  • Islamisches Grabfeld: auf dem städtischen Neuen Friedhof bestehen Grabfelder für muslimische Bestattungen.

Praktisch heißt das: Bei den städtischen Friedhöfen kannst du in der Praxis frei wählen; bei konfessionellen lohnt die Nachfrage nach Konditionen. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der beauftragte Bestatter. (Quelle: Stadt Potsdam, Friedhofsabteilung; Friedhofsgebührensatzung.)

Bedeutende Friedhöfe

Neuer Friedhof

Mit rund 26 Hektar der größte Friedhof Potsdams — ein weitläufiger Parkfriedhof, auf dessen Gelände sich auch das städtische Krematorium befindet. Zusammen mit dem benachbarten Alten Friedhof (rund 10 Hektar) sichert er einen großen Teil der Potsdamer Bestattungen.

Jüdischer Friedhof am Pfingstberg

1743 angelegt, der größte und am besten erhaltene jüdische Friedhof Brandenburgs — seit 1999 Teil des UNESCO-Welterbes. Er ist die einzige aktive jüdische Begräbnisstätte Brandenburgs — im historischen Kern fand die letzte Beisetzung 2003 statt, im jüngeren Teil wird weiter bestattet (Erweiterung 2023 beschlossen).

Diese und weitere bedeutende Friedhöfe erhalten nach und nach eine eigene Seite — nur wo es substanzielle, geprüfte Inhalte gibt.

Gebühren

Für die städtischen Friedhöfe gilt die gemeinsame Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt Potsdam. Sie ist die verbindliche Grundlage für Grabnutzung, Beisetzung und weitere Leistungen — einheitlich für alle 15 städtischen Friedhöfe. Primärquelle: Friedhöfe in Potsdam (Landeshauptstadt Potsdam). Konfessionelle (etwa der Bornstedter Friedhof) und der jüdische Friedhof rechnen nach eigenen Ordnungen ab — Beträge dort direkt erfragen.

Beispiel aus der Satzung: Erd-Einzelwahlgrabstätte (Jahresgebühr) — Tarif für eine Sargbestattung
  • Grabnutzung: 68 € je Grabstelle und Jahr (bei 25 Jahren Ruhezeit insgesamt rund 1.700 €)
  • Beisetzungsgebühr (Erdbestattung): 767 €

Direkt aus der amtlichen Gebührensatzung (Grabnutzung: Anlage 1, I. Benutzungsgebühren, Ziffer 1.4) · Stand: Friedhofsgebührensatzung vom 06.12.2023, Anlage 1 · von machsruhig geprüft am 16.07.2026. Was die Beisetzungsgebühr umfasst, unterscheidet sich je Stadt (teils nur Grab öffnen/schließen, teils ein Leistungsbündel), und je nach Stadt können weitere Pflicht-Friedhofsgebühren (z. B. Grund-, Verwaltungs- oder jährliche Unterhaltungsgebühren) hinzukommen. Einfachere Grabarten (z. B. Reihen-, Rasen- oder anonyme Gräber) können günstiger sein. Das ist nicht der Gesamtpreis einer Bestattung — Bestatterleistungen, Sarg/Urne und Grabmal kommen hinzu (Kostenrechner).

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Übersicht: Potsdamer Friedhöfe

Die Stadt Potsdam betreibt 15 städtische Friedhöfe. Hier die bekanntesten; die vollständige Liste führt die Stadt Potsdam selbst: Friedhöfe in Potsdam.

Bekannte Friedhöfe

  • Neuer Friedhof
  • Alter Friedhof
  • Bornstedter Friedhof (kirchlich)

Bewusst eine kuratierte Auswahl — die amtliche Gesamtliste der 15 städtischen Friedhöfe führt die Stadt Potsdam. Hinweise auf fehlende bedeutende Friedhöfe sind willkommen.

Häufige Fragen zu den Friedhöfen in Potsdam

Was kostet ein Grab in Potsdam?
Laut amtlicher Gebührensatzung kostet die Grabnutzung (Erd-Einzelwahlgrabstätte (Jahresgebühr)) 68 € je Grabstelle und Jahr — bei 25 Jahren Ruhezeit insgesamt rund 1.700 € —, die Beisetzung 767 € (Stand der Satzung: 2023, geprüft 07/2026). Einfachere Grabarten können günstiger sein. Das ist nicht der Gesamtpreis einer Bestattung: Bestatterleistungen, Sarg und Grabmal kommen hinzu.
Wo sind die Friedhofsgebühren in Potsdam geregelt?
In der amtlichen Gebührensatzung des kommunalen Friedhofsträgers — verbindlich ist stets die aktuell gültige Fassung. Kirchliche und jüdische Friedhöfe rechnen nach eigenen Ordnungen ab.

Primärquellen

  • System & Liste: Landeshauptstadt Potsdam, Friedhöfe in Potsdam
  • Gebühren (städtisch): Landeshauptstadt Potsdam, Friedhofsgebührensatzung

Wir ordnen das Potsdamer Friedhofswesen neutral ein und verweisen für Gebühren auf die amtlichen Ordnungen — keine Bewertung einzelner Friedhöfe und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Friedhofsgebührensatzung der Landeshauptstadt Potsdam bzw. die jeweilige konfessionelle/jüdische Ordnung. Stand der Seite: Juni 2026. Mehr zu unserer Methodik.